Was sind die Ziele der Gentechnik?

- Optimierte Nutzpflanzen für die industrielle Stoffproduktion
z. B. veränderte Öl-/Fettsäurezusammensetzung

- Verbesserte Inhaltsstoffe in Futterpflanzen
z. B. leichtere Verdaubarkeit, Erhöhung des Anteils essenzieller Aminosäuren

- Proteine für die Human- und Tiermedizin in Pflanzen „Molecular Pharming“
z. B. Enzyme für die Diagnostik, Impfstoffe, Blutproteine, therapeutische Antikörper

- Verbesserte Eigenschaften von Pflanzen
z.B. Resistenz gegenüber schädlichen Organismen, Resistenz gegenüber Herbiziden, Resistenz gegenüber ‚Wind und Wetter’, Entfernung unerwünschter Eigenschaften, Erhöhung des Nährwertes

- Verbesserte Inhaltsstoffe in Nahrungspflanzen
z. B. gesündere Fettsäurezusammensetzung, geringeres Allergiepotenzial



Virusresistente Pflanzen

Um weitere Pflanzen gegen einen Virus zuschützen, muss man aus einer infizierten Pflanze das Virusgen isolieren. Dieses wird dann durch Restriktionsenzyme und die Ligase in das Ti-Plasmid des Bodenbakteriums (Agrobacterium tumefaciens) eingebaut und wieder in das Bakterium zurückgegeben. Die neue Information auf dem erbgut des transformierten Bakteriums wird nun durch einen Gentransfer in die Pflanzenzellen überführt, wodurch die Pflanze nun resistent gegen den Virus ist, weil sie Antikörper bildet.


Virusresistente_Pflanzen.JPG





Kann der Mensch Erbgut von transgenen Pflanzen durch die Nahrung aufnehmen?
Das ist sehr unwahrscheinlich, da die Verdauungsenzyme auch die aufgenommene transformierte DNA zerstören, da sie nur aus natürlicher, also in der Natur vorkommender DNA, zusammengesetzt ist. Wobei Forschungen ergaben, dass es vorkommen kann, dass Erbgutbruchstücke ins Blut und somit in alle wichtigen Organe gelangen, aber ein Gentransfer wurde bis jetzt nicht festgestellt. Ausgeschlossen kann das aber nicht werden, darum sind die Risiken nicht bekannt.

Steigt durch transgene Kost das Risiko auf Allergien?
Es gibt zwei Gründe, die es wahrscheinlich machen: Manche Gene und ihr Proteine, die in Pflanzen übertragen werden, weil sie die gewünschte Eigenschaft haben, haben auch ein höheres Allergienpotential, aber es gibt keine Alternativen dazu. Außerdem sind bei manchen rekombinierten Genen die Allergierisiken noch nicht bekannt, weil es keine sicher erprobte Methode dafür gibt.

Ist eine Übertragung von Resistenzen der aufgenommen Pflanzen auf den Menschen möglich?
Dies ist durch die Denaturierung der DNA in der Magensäure sehr unwahrscheinlich.
Etwas wahrscheinlicher ist die Übertragung von Antibiotikaresistenzen durch einen Gentransfer auf krankheitserregende Bakterien im Darm. Aber wenn in der Gentechnik bei Pflanzen nur Antibiotika verwendet werde, die nicht in der Humanmedizin eingesetzt werden, ist es sehr viel unproblematischer.